Wie Astronauten im All zur Toilette gehen
Wolmirstedter Schüler haben die Gelegenheit genutzt, Astronauten Alexander Gerst und Matthias Maurer über das Toilettenwesen im All zu befragen. Dabei erfuhren sie spannende Fakten und Anekdoten.
Wie funktioniert die Toilette im Weltall?
Du hast sicher schon einmal darüber nachgedacht, wie Astronauten sich im All um ihre körperlichen Bedürfnisse kümmern. Ist es da wie auf der Erde? Nein, ganz und gar nicht! Im Weltall gibt es keine Schwerkraft, und das macht das Toilettengehen zu einer echten Herausforderung.
Die Toiletten auf der Internationalen Raumstation (ISS) sind speziell entwickelt, um diese Probleme zu lösen. Sie nutzen ein System aus Vakuum und speziellen Tragetaschen, damit alles hygienisch bleibt und nicht einfach im Raum schwebt. Astronauten müssen sich an Gurten festhalten, um nicht abzudriften, während sie die Toilette benutzen. Das klingt ein bisschen absurd, aber es ist die Realität im All.
Was haben die Schüler gefragt?
Neulich hatten die Wolmirstedter Schüler die einmalige Chance, mit Alexander Gerst und Matthias Maurer zu sprechen. Dabei stellten sie auch die Frage, wie es denn dazu kommt, dass Astronauten im Weltraum zur Toilette gehen. Die beiden Astronauten nahmen sich Zeit, um ihren jungen Interviewern spannende Einblicke zu geben.
Ein Schüler fragte, ob es da oben wirklich keine Toilettenpapier-Rollen gibt. Das brachte die Astronauten zum Schmunzeln, denn im Weltall wird tatsächlich etwas anderes verwendet. Statt des üblichen Toilettenpapiers nutzen sie spezielle Feuchttücher, die praktisch und leicht sind. Wenn man bedenkt, dass alles Raumfahrtmittel eine Gewichtsbeschränkung haben, ist das eine clevere Lösung.
Was passiert mit der Ausscheidung?
Ein weiteres großes Thema war natürlich, was mit dem „Abfall“ passiert, nachdem die Astronauten zur Toilette gegangen sind. Auf der ISS gibt es ein ausgeklügeltes System, das alles sicher behandelt. Der Urin wird gereinigt und kann sogar wieder zu Trinkwasser aufbereitet werden. Ziemlich beeindruckend, oder?
Die Fäkalien hingegen werden in speziellen Behältern gesammelt, die dann zur Erde zurückgebracht werden. Dort werden sie sicher entsorgt. Es klingt vielleicht nicht besonders glamourös, aber das Recycling von Wasser ist für das Überleben im All von entscheidender Bedeutung.
Wie fühlen sich die Astronauten während des Toilettengangs?
Ein Schüler stellte die Frage, ob es für die Astronauten unangenehm ist, im All auf die Toilette zu gehen. Matthias Maurer erklärte, dass es anfangs ungewohnt sein kann. Man muss sich schließlich an das Gefühl der Schwerelosigkeit gewöhnen, vor allem wenn es um die eigene Hygiene geht.
Alexander Gerst ergänzte, dass man nach ein paar Tagen im All ein Gefühl für die Toilettenroutine entwickelt. Man lernt, wie man sich am besten positioniert, um den Vorgang so angenehm wie möglich zu gestalten. Ein wenig Planung und Anpassung sind also nötig.
Gibt es Unterschiede zwischen den Toiletten auf der Erde und im All?
Klar, die Toiletten im All unterscheiden sich stark von den Toiletten, die wir zu Hause haben. Auf der Erde kannst du einfach auf die Schüssel setzen und dich entspannen. Im All ist das nicht so einfach. Die Astronauten müssen sich auf spezielle Sitzflächen setzen, die sie festhalten, während alles mit Hilfe von Ventilatoren und einem Vakuumsystem weggeblasen wird.
Die Schüler fanden das alles sehr faszinierend und haben viel gelacht über die Herausforderungen, die Astronauten im Alltag im All bewältigen müssen. Es gibt viel zu lernen über die Technik und Kreativität, die nötig sind, um die Raumfahrt möglich zu machen.
Fazit: Warum ist das wichtig?
Die Gespräche mit Gerst und Maurer haben den Schülern gezeigt, dass selbst einfache Dinge wie der Toilettengang im Weltraum aufregend und kompliziert sein können. Es verdeutlicht, wie wichtig Forschung und Technik sind, um uns das Leben in extremen Umgebungen zu ermöglichen. Vielleicht sitzt du ja eines Tages in einem ähnlichen Raumanzug und fragst dich, wie du es deiner Toilette im All am besten geht. Bis dahin bleibt es spannend!